Tag 2

Fotos vom zeiten Tag


Der Samstag war mit Abstand der anstrengeste Tag, aber auch der eindrücklichste und ereignisreichste. Wir wussten, dass "hiking" angesagt war. Was ein amerikaner aber genau unter "hiking" versteht war uns nicht klar - als Schweizer gingen wir eigentlich ehr von einer gemütlichen Wanderung aus. Das dies so eine richtige Abenteuerwanderung durch den Regenwald geben wird, wussten wir nicht.

Es begann alles gemütlich. Wir besammelten uns alle am Anfang des Pfades und marschierten los.



Der Boden war mit Wurzeln übersäht, aber eigentlich begehbar, ein paar Steine da, eine Wasserlache dort - alles ganz harmlos. Den Vordermann hatte man immer im Blickfeld.





Man versuchte noch ein paar hübsche Fotos von der überweltigenden Landschaft zu schiessen, welche sich einem bot.



Der Weg stellte uns aber immer vor schwierigere Herausforderungen. Zuerst waren es grosse Steine, schmale Pfade, darauf folgten kleine Bäche die man überqueren musste...






... bis wir plötzlich auch grössere Bäche überwinden mussten.





Der Wald wurde zunehmend dichter und man verlor plötzlich die Gruppe aus den Augen, konzentrierte sich nur noch auf den vor einem und darauf nicht umzufallen. Wobei ich doch mehrmals umgefallen bin :-) Der Weg war ziemlich rutschig und die Schuhe waren vom Wasser durchqueren durchnässt - dies liess keinen sehr guten Halt mehr zu.

Doch wir schritten vorwärts, obwohl es so schien, als ob sich der Gruppenleiter der Richtung auch nicht ganz sicher war, kämpften wir uns weiter. Wo ist die Chinesin mit dem weissen Hut? In dem Dichten Regenwald sind dann tatsächlich ein paar Students verloren gegangen und Philip der Leiter kam ziemlich ins Schwitzen. Handempfang gab es in dieser Region keinen - man war da ziemlich ausgeliefert und verloren. Gottseidank kamen uns irgendwann ein paar Leute entgegen, welche berichteten, dass eine Chinesin mit wissem Hut bereits weiter oben sei, zum Glück hat die sich so auffällig gekleidet :-)



Nach etwa 3 Stunden erreichten wir endlich unser Ziel, ein riiiiesiger Wasserfall der da von den Bergen in die tiefe stürzt. Einfach riesig und gewaltig und extrem eindrücklich.



Natürlich liess ich diese Gelegenheit nicht aus in diesem Gewässer zu Baden - es war eiskalt. Je näher ich dem Wasserfall entgegenschwamm, desto schwieriger wurde das Atmen. Es war wunderschön.



Zu lange blieben wir aber nicht, da uns immerhin noch eine mindestens genau so lange Rückwanderung bevorstand.
Auf dem Rückweg haben sich ein paar andere Mädchen und ich noch verloffen, wir sind plötzlich an einem Ort gelandet, welcher uns nicht mehr bekannt vorkam und der Pfad wurde schmäler und schmäler bis er letzendlich ganz endete. Es blieb uns nur zurückzugehen und wir fanden zurück auf den richtigen Weg.



Etwa 7 Stunden nachdem unser Abenteuer begann, gelangten wir zurück zu unseren Autos. Wir versuchten unsere Schuhe zu wachen - einîge landeten im Abfalleimer.

Danach ging es wieder zurück zum Hotel. Ein Beach BBQ stand uns noch bevor - so richtig mögen tat wohl niemand mehr. Der Tag war lange und sehr ermüdend. Dennoch war es eine gemütliche Pfadilager-Stimmung da draussen, neben dem Meer.



Bonusmaterial:

In so "Party-Büssen" muss man sich ja immer irgendwie bei Laune halten. Wir taten dies mit Singen. Wir sangen Titelmelodien und andere von lang vergessenen Filmen, welche uns so spontan einfielen und unser absolutes Highlight war natürlich das imitieren von dieser wohlklingenden Melodie:



Und bei uns hörte sich das dann irgendwie so an: