Heute waren wir auf den Spuren von Madame Pele. Sie ist nach hawaiianischem Glauben eine Feuer- und Vulkangöttin und damit für so einiges hier im Pazifik verantwortlich.

Pele sei etwas aufmüpfig und hatte deshalb auch immer Streit mit ihrer Schwester, der Wassergöttin, und auch mit der Schneegöttin. Frauen halt.

Pele's Spur führte uns in den Hawaiian National Park of Volcanoes. Unsere Auskundschafttour startete beim Visitor Center, wo uns eine Park Rangerin gleich einen Besichtigungsplan zurechtlegte, welchen wir brav befolgten.

Als erstes machten wir eine 2 stündige Wanderung um und in einem Krater. Das war sehr imposant, aber auch sehr anstrengend. Der Krater war riesig und völlig überraschend mussten wir gleich viele Höhenmeter wieder emporsteigen, wie wir nach unten durften. Kein Lift oder Rolltreppe, vielleicht auch der Grund warum man da keine Amis antraf. Im Krater sahen wir immer mal wieder Dampfwolken aus irgendwelchen Rissen hochsteigen, die echt heiss waren. Da brodelt wirklich was unter uns!

Auf dem Weg lernten wir ein deutsches Honeymoon-Paar kennen und wir plauderten die ganze Zeit und tauschten Erfahrungen und Tipps aus. Der Axel und die Sonja aus Münster waren echt nett.

Später fuhren wir etwas weiter zur Lava Tube, wo man auch kurz durchwandern konnte. Das war einfach so eine Röhre aus Lava. So was entsteht, wenn das flüssige Lava aussen schneller abkühlt als innen... dafür muss es ziemlich dünnflüssig sein und an einem etwas abfallenden Hang... irgendwie so.

Als nächstes stand auf unserem Ranger Plan, dass wir an das Ende einer Strasse am Meer fahren sollen. Das war leider einiges weniger spektakulär als erwartet, oder wie es vor 8 Jahren war, als ich mal hier war. Damals sah man echt das Ende der Strasse, welche von einem Lava Strom zugeschüttet wurde. Man sah auch noch Strassenschilder so halb aus dem Boden ragen... ja aber heute war die Strasse schon recht früh abgeriegelt und man musste sehr weit laufen und sah dafür nichts. Naja nicht ganz nichts, man sah seeeeehr viel Lava, unglaubliche Massen, die da einfach mal ein ganzes Dorf überschüttet hatten.

Als letzter Punkt stand dann das Hightlight vom heutigen Tag an. Wir warteten beim Jagger Museum auf das Einbrechen der Nacht (wird die Nacht für so was eigentlich nicht bestraft?). In der Dunkelheit konnte man bei einem nahegelegenen Krater die Dampfwolke ganz in pink und rot eingefärbt sehen. Es sah aus wie das Tor zur Hölle! Sehr eindrücklich und auch angsteinflössend.

Jetzt sind wir aber recht müde vom vielen Laufen. Morgen wird’s dann weniger streng, hoffentlich.