Um 3 Uhr machte sich der Wecker bemerkbar, wir konnten ihn noch ein paar Minuten ignorieren - aber er blieb ziemlich hartnäckig und wurde dem schlechten Ruf der Wecker gerecht!

Um 3.30 Uhr waren wir bereits unterwegs im Auto in Richtung Haleakala. Reiseführer und Internet waren sich einig: für den Sonnenaufgang sollte man früh da sein, aus Parkplatz Mangel und weil sie einem wenn es dumm kommt gar nicht erst hochlassen, wenn schon zu viele da sind. Um 5 Uhr parkierten wir beim 3055 Meter hoch gelegenen Summit vom Haleakala.

Haleakala bedeutet "Haus der Sonne" und ist mit der Sage verbunden, dass der Halbgott Maui die Sonne dort eingefangen habe. Es ist ein Schildvulkan, der mehr als 75% von ganz Maui ausmacht. Das letzte Mal ist er vor etwa ca. 225 Jahren ausgebrochen. Wahrscheinlich konnte die Sonne damals ausbrechen, denn ich hab sie seither schon hie und da am Himmel gesehen! Heute zwar eher weniger!

Es war auf jeden Fall sehr sehr kalt um 5 Uhr früh, bei viel Wind, auf 3055 Meter bei etwas über 0 Grad zu uns gewohnten 30 Grad. Wir haben uns, im Gegensatz zu einigen Flip Flop Touristen, sehr warm eingepackt und dennoch froren wir am ganzen Körper und suchten Windschatten im kleinen Unterstand da oben.

Um 5.45 Uhr sah man den Himmel sich etwas rötlich einfärben... alle Besucher strömten oder flipfloppten aus dem Unterstand und zückten ihre Handys und Kameras. So auch wir!

Leider leider war es etwas bewölkt, so dass wir das ganze Spektakel nicht in der vollen Pracht miterleben konnten - es hat sich dennoch gelohnt!

Die Wolken färbten sich nach und nach in orange und pinke Töne ein und zogen vor uns durch. Plötzlich blendete einem der erste Sonnenstrahl direkt ins Auge.

Wir genossen das Farbenspiel noch weiter, bis sich die Sonne dann vollständig vom Horizont gelöst und sich am Himmel präsentiert hat.

Eine Weile blieben wir noch oben und bewunderten die Mondlandschaft ähnliche Gegend (als ob ich wüsste wie es auf dem Mond ausschaut :-) ).

Auf dem Rückweg zogen immer mehr Wolken und auch Regen auf und dies sollte dann den ganzen Tag so bleiben... Leider auch in den folgenden Tagen - es ist echt grad nicht so, wie man sich Hawaii so vorstellt und es schlägt auch aufs Gemüt.

Trotzdem, morgen befahren wir die berühmte Road to Hana, auf welcher es viel zu sehen gibt. Vielleicht gibt’s ja auch eine Sonnengöttin irgendwo, die es gut mit uns meint...