Die Nacht war kurz, der Tag begann früh. Wir standen um 7.30 Uhr bereit für unsere Stand Up Paddle (SUP) Tour. Unsere kleine Gruppe fand sich nahdisnah ein, bis wir mit 6 Personen und einem Tourguide vollzählig waren. Beim Tourguide hatten wir immer wieder das seltsame Bedürfnis etwas zu essen oder trinken zu bestellen... das lag wohl daran, dass er vor zwei Tagen bei unserem Nachtessen hier im Resort der Kellner war :-) Es ist hier nicht untypisch, dass man mehrere Jobs ausübt...

Michi findet es übrigens noch erwähnenswert, dass er gerade einen Video am zurückspulen ist, den wir nachher schauen werden. So einen mit einem Band drin und zwei Löcher. Trotz der Löcher, ist der Film aber vollständig drauf. Verruckti Technik...

Zurück zur Tour: Wir fuhren mit dem Kellner zu einem Fluss an der Westküste. Dort bekamen wir eine kurze Instruktion und schon durften wir losbrettern. Der Fluss hatte eine relativ starke Strömung, so dass das Paddeln gar nicht mal so anstrengend war. Kurzzeitig wurden wir auch wieder voll verschifft, aber das stört hier wirklich überhaupt nicht.

Das Suppen hat echt Spass gemacht! Wir beendeten dann aber unsere Tour auf dem Fluss und führten diese auf dem Land fort. Dort durchquerten wir einen halben Jungel und legten eine ordentliche Strecke zurück, bis wir bei unserem Lunch Platz ankamen. Es war einfach ein wunderschöner Ort! Es gab einen Wasserfall und einen gespannten Draht, über welchen man mit einer Seilrutsche fahren und ins Wasser plumbsen konnte. Siehe Foto. Man konnte auch ohne Seilrutsche 6 Meter ins Wasser springen - Michi hat seine Höhenangst bezwungen und dies gemacht :-)

Später ging es wieder über einen Umweg zurück zum Wasser. Die Natur die wir durchquerten war schon einmalig! Immer wieder reichte uns unser Kellner irgendwelche exotische Früchte zum probieren, die er unterwegs auflas oder pflückte.

Auf dem Umweg kamen wir zu einem kleinen See, in welchen man sich mit dem Seil reinschwingen konnte. Hier wurde ein grosser Teil vom Pirates of the Caribbean 4 Film gedreht. Auch an einem Drehort von Indiana Jones kamen wir vorbei. Kauai ist allgemein ein beliebter Drehort für Hollywood Filme.

Als wir zurück beim Wasser waren ging ein Tsunami Alarm los. Der Kellner meinte noch, dass Testalarme eigentlich immer am ersten vom Monat seien. Auch der Boats Captain, der uns zurückbrachte, war erstaunt. Von den Signaltönen her, war es offenbar eine hohe Alarmstufe... aber wir ignorierten es alle erfolgreich und der Tsunami wurde von unserer Ignoranz wohl abgeschreckt.

Als die Tour dann fertig war, waren wir schon mitten im Nachmittag angekommen und so entschieden wir uns, noch das nah gelegene Spouting Horn zu besichtigen. Immerhin ist dieses, die meist fotografierte Attraktion auf Kauai, da müssen wir ja schon unseren Teil dazu beitragen, dass das so bleibt. Grundsätzlich ist das einfach eine Höhle im Lavagestein, aus welchem durch die Wellen regelmässig meterhohe Wasserfontänen mit einem Gedonner rausspritzen.

Das ist aber viel zu logisch und deshalb gibt’s noch eine herzige hawaiianische Legende dazu:
"Die Ureinwohner Hawaiis glaubten, dass dieser Küstenstreifen von einer riesigen Moo (Eidechse) namens Kaikapu bewacht wurde. Jeder hatte Angst vor dem Ungetüm, weil es alle auffraß, die in seiner Umgebung angelten oder schwammen. Eines Tages sprang der Junge Liko in den Ozean, um die Eidechse zu überlisten. Kaikapu griff ihn an, aber Liko rammte einen spitzen Stab in das Maul des Ungeheuers, tauchte unter den Vorsprung aus Lavagestein und entkam durch ein kleines Loch an der Oberfläche. Die Moo verfolgte Liko und blieb im Lavaschlot stecken. Bis zum heutigen Tag kann man das Brüllen der Eidechse hören und sieht die Atemluft aus dem Geysir sprühen."

Morgen schauen wir uns dann mal die Na Pali Coast mit dem Katamaran an, das wird auch wieder schön :-)