Die Mücken machen mir langsam etwas zu schaffen. Natürlich nur mir und Michi lassen sie in Ruhe. "Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass Mücken zwar von den Gerüchen des Mannes stärker angezogen werden, dennoch lieber Frauen stechen. Dies könnte daran liegen, dass Frauenhaut weniger dick und haarig ist." Das ist schon etwas beleidigend zu wissen, dass ich einfach nur Plan B bin, weil ich so "leicht zu haben" bin. Ich werde wohl mal mit Michi über seine künftige Körperbehaarung sprechen müssen. Aber das nur am Rande, der Tag hat ja eigentlich anders begonnen.

Geweckt wurden wir nämlich von den Ghostbustern! So ein Typ mit so einem umgebauten Staubsauger auf den Rücken. Er hämmerte an die Tür und rief "Pest Control". Zu müde um es zu hinterfragen, machten wir natürlich gleich unsere Pässe parat. Die wollte er zu unserer Verwunderung dann gar nicht sehen. Irgendwie zog er dann weiter und verschwand im Nachbarzimmer. Wir blieben etwas verwirrt zurück und studierten, was der gerade wollte. Dann kam die Erleuchtung: Pest Control! Das war ein Kammerjäger. Ich freu mich schon auf die nächste Nacht mit der Ungewissheit, was er genau jagen wollte.

Wo wir schon mal wach waren, standen wir dann aber gleich auf. So genau wussten wir heute eigentlich gar nicht, was wir tun wollten. Da erzählte ich Michi voller Begeisterung, dass ich schon immer mal in den Hulk Hogan Beach Shop in Clearwaters wollte! Ah nein, das war umgekehrt Die im Laden erzählten dann, dass der Hulk ganz in der Nähe wohne und sich immer wieder im Laden blicken lasse. Heute leider nicht.

In Clearwater ist überigens auch der Hauptsitz der Church of Scientology. Drum wohl das gute Wetter. Nach dem Hulk sind wir dann geshoppen gangen. Im Durchschnitt haben wir beide ein paar coole Sachen gefunden. In der Realität ging ich aber leer aus. Dafür hab ich im Yatzee mit 355 gewonnen, ein schwacher Trost.

Eigentlich wollten wir dann an den Clearwater Beach, weil es so mega heiss war. Die Vernunft siegte aber und liess uns nicht, ohne Aussicht auf Schatten, von der Sonne braten. So fuhren wir klimatisiert weiter zum Pier von St. Petersburg. Wie wir zwar vorgängig lesen konnten, ist der Pier seit dem letzten Jahr geschlossen, dennoch ist es ein herziger Spaziergang so einmal ums Pier herum. Dann hatten wir aber eine Erfrischung nötig und wie von einer Glückssträhne verfolgt, war da gleich ein freundlicher kleiner Strand neben dem Pier, mit nur einem betrunkenen Badegast.

Die Erfrischung tat uns gut und am Abend sind wir auf den Hund gekommen. Genauer auf den Greyhound. Das Internet erzählte uns von der Hunderennbahn und wir fanden die Idee noch witzig. Natürlich geht sowas nicht ohne Wetteinsatz! So erkauften wir uns für 1 Dollar die Hot Tips und wetteten bei den ersten 8 Rennen auf Sieg. Gut, es waren die ersten 7 Rennen, bei einem haben wir ausversehen doppelt gewettet. Es traten jeweils 8 Hunde gegen einander an, und ich schwör, wir lagen nie mehr als 7 daneben! Wir waren manchmal echt nah dran, manchmal echt nur einen daneben. Ich meine, wer hätte gedacht, dass Mega-Willy nicht gewinnt, das kam schon sehr überraschend. Der Spass war die 20 Dollar wert + 1 Dollar wegen den sogenanten "Hot Tips"...