Am Samstag konnte ich zum Glück ausschlafen. Meine Schicht begann ja erst am Abend, aber ein bisschen früher wollte ich ja schon nach Basel... Nach einem kurzen Abstecher zu Claudia's Eröffungsparty (http://www.hairpalace.ch -  http://www.nailpalace.ch) war ich um etwa 1 Uhr auf dem Weg.

Susii, Jürgen & Sohn konnte ich irgendwie so koordinieren, dass sie beide gegen 15.30 Uhr auf dem Marktplatz aufeinander treffen und auch auf mich und auch auf zwei, sich die Kehle aus dem Hals schreiende, aber mit denen hab ich nicht abgemacht.

Bis dahin blieb noch genug Zeit ein bisschen die Euro, Stimmung und Basel im Alleingang auf mich wirken zu lassen und das wichtigste: mich umteilen zu lassen, dem Frieden und Gogo zu liebe :-)

Fanzone Riviera

Es war ein sonniger Tag. Tischört Wetter. Ideal um einfach ein bisschen die Stadt zu sehen, zu schlendern und zu sein... chli sii.

Das mit dem Schichttausch hat wunderbar geklappt. Ich würd nicht sagen, dass das Volunteer Geschehen total durchdacht und organisiert ist... aber es ist freundlich, kollegial und flexibel. Stimmt irgendwie einfach.

Vor meiner Schicht reichte es grad noch mit Susii, Sohn und Jürgen bis zum Claraplatz und da hatten wir alle schlagartig durst! Ideal, denn da ist ja gerade ein Stand, per Zufall Gogo's Stand... :-) Es war nicht böswillig, aber noch einmal anlächeln musste ich ihn ja schon, nachdem ich erfuhr, dass er mich nicht mehr am Stand haben möchte...

Während dem Trinken habe ich versucht den Dennis (Sohn von Jürgen) zu verzaubern, was nicht ganz so leicht war! Er war eben ein "ich will wissen wie's geht Kind", welches sich schwer tut mit es einfach als Unterhaltung annehmen... kein Vorwurf... Wird mal ein typischer Mann... :-)

Während dem Umherzaubern, spielte sich gleich neben uns, unter freiem Himmel, eine nahezu alltägliche, zumindest nicht sonderlich abnormale, Situation ab. Eine Mann, eine Leiter, eine Glühbirne. Man registrierte... hinterfragte die Situation aber nicht. Plötzlich trafen sich Susii's und mein skeptischer Blick. Moment! Wo genau möchte der die Glühbirne im Himmel einschrauben? Und zeitgleich sahen wir nach oben, wo über uns eine Lichterkette, eben eine Glühbirnenkette unter freiem Himmel, gespannt war. Alles klar. War ein lustiger Moment, weil Susii und ich wieder mal synchron gedacht haben... :-)

Aber auch die lustigsten Momente gehen vorbei und bald sagte uns Susii's Uhr (daran muss ich mich noch gewöhnen...) das es Zeit wird. Ich verabschiedete mich runderum und eilte über die mittlere Brücke, quer durch den Marktplatz rauf zum Münsterplatz (ja es wär auch schneller gegangen...). Dort meldete ich mich beim Info Point, hallo ich hier. Und schon wurde ich zusammen mit Nadja (Name der Redaktion eben nicht mehr bekannt... :-/ ) zum Dienst.

Meine neue Aufgabe: Info Stelle (ideal natürlich, Jemand, wie ich, der Basel wie seine Westentasche kennt... wer hat mich schon mit Weste gesehen? Ich nicht! ) und meine Hauptaufgabe: Männer und Frauen trennen. Das kann ja nicht so schwer sein. Tja, denkt man vielleicht - aber unglaublich, wie die zum Teil aneinander hangen! "Dame links, Herre rächts - Danke". 

Ein bizeli konkreter: Ich stand beim Eingang zum Münsterplatz Public Viewing vor der Sicherheitsschleuse und sollte da mit Nadja zusammen, die Frauen durch die Frauenschleuse und die Männer durch die Männerschleuse lotsen, da Frauen ja nur von Frauen durchsucht werden dürfen und Männer nur von Männern und Volunteers nur von Volunteers und Kinder nur von Kindern und Hooligans nur von Hooligans. Dabei sollten wir noch ein Auge darauf werfen, was die Leute so mit sich herumschleppen, weil ja praktisch nichts erlaubt ist mitzunehmen in so eine Fäänzone... :-) So das die Kurzfassung. Auf jeden Fall hatte ich viel mit Leuten zu tun, viel gesmalltalked und überhaupt hat es Spass gemacht, auch wenn ich den Match leider nicht sehen und nur hören konnte.

Nach der Schicht stellte ich mich noch ein bisschen zu Susii vor die Kaserne. Sie hatte das selbe zu tun da wie ich, einfach mit einer weitaus unangenehmeren Nadja.

Dann war mal Feierabend und wir wollte noch eins go zieh. Bzw. wir hätten ja gemusst, weil Susii hat mit allen möglichen abgemacht... jaja... wir sehen uns noch... :-)

Diese Treffen haben wir versucht zusammenzulegen, weil alle einzuhalten war ein Ding der Unmöglichkeit. Also schleppten wir den Mini-Security-Män (kleiner als die Polizei erlaubt... aber Securitas) mit zu dem wunderschönen Stefan und diese haben sich, zu unserer Überraschung, sehr gut, ja fast zu gut, verstanden. Die haben bestimmt an diesem Abend im selben Zelt geschlafen, so wie die taten. Naja... wie auch immer... hauptsache gute Tat vollbracht.

  Susii und Stefan Mia und Stefan

Das wäre also eben der wunderschöne Stefan. Das Foto hat sein Kollege gemacht und dieser schielt ein bisschen. Es war dunkel, als wir die Aufnahmen machten und ja... der Kollege hielt so meine Digicam in Digicamhaltung vor sich hin, Finger auf dem Auslöser und dann meinte er "ich sehe euch nicht". Und er schielt halt und man darf ja nicht schreiben, was man dachte und man durfte ja nicht denken, was man dachte... aber! :-)

Unsere Treffen konnten wir geschickt und gewollt auf null reduzieren und wir freuten uns auf "einfach nur nach Hause". Wir warteten an der Trammhaltestation. Noch 4 Minuten. Plötzlich lief ein älterer, schmaler Mann mit weissem Bart an uns vorbei und schaute uns an. Er lief vor uns durch, musterte Susii und mich. Wir bemerkten dies und sahen ihm grinsend nach, da wir ja nicht verpassen wollten, wie lange sein Blick noch an uns kleben bleibt :-) Und plötzlich war er weg. Susii und ich sahen uns an, das war jetzt eine ganz seltsame Situation. So lange schaut man doch nicht zurück. Wo ist er jetzt hin? Ich schaute, möglicherweise suchend, nach hinten und schon ertönte seine Stimme "Da bini - falls ihr mich sueched". Ja wir suchten ihn tatsächlich, aber nicht so direkt?!

Wir kamen in's Gespräch - Volunteer "Uniform" gibt immer wieder neuen Gesprächsstoff auf... und er wollte gleich noch mit uns was trinken gehen. Ich hatte schon beinahe eingewilligt und fand den älteren Mann eigentlich witzig - aber plötzlich war nicht mehr ganz klar, auf was er hinaus wollte und was das alles sollte und wir beschlossen doch unseren Heimweg weiter fortzusetzten.

2.00 Uhr schlafend im Bett.


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