12 Frauen ::  2 Trainer ::  1 Unihockey Trainingslager

Ich nahm den gaaaaaanzen Freitag frei und gab dem Wochentagnamen endlich die Möglichkeit seiner wahren Bedeutung gerecht zu werden.

Eigentlich hatte ich mir noch diverse Dinge vorgenommen für den Freitag Morgen, es gäbe noch so viel zu machen, nur hab ich an diesem Freitag dummerweise ein Freitag ohne Morgen erwischt. Ich schlief länger als ich wollte.

Doch dann machte sich Panik breit, unglaublich wie breit sich Panik machen kann. Also die war plötzlich mehr breit als hoch. Also man könnte meinen die habe... ehm so schlimm war's gar nicht. Ich hab einfach noch nicht gepackt und das fiel mir ein.

Also begann ich zu packen. Sollte ja schnell gemacht sein, was sind schon 3 Tage. Susii half mir beim Packen, so gut wie's halt ging : MSN Nachrichten in unregelmässigen Abständen: "Das solltest du noch, denk an das... " - Jaja, es ist schön, wenn Jemand mitdenkt :-) Danke schön!

Und na-dis-na, von Zeit zu Zeit wurde klar und klarer, dass 3 Tage Trainingslager nicht zu vergleichen mit anderen 3-Tage-weg Wochenenden zu vergleichen ist! Da braucht man doch für jedes Training neue Kleider, Unterwäsche und man duscht doch etwa 84,3 Mal am Tag! Und während Susii noch die theoretischen Masse eines solch nie und nimmer existierenden Koffers ausrechnete, machte ich mich an die physische Packarbeit. Die Stapel stapelten sich. Die Reihen reihten sich. Die Socken sockten sich und bevor sich die Wäsche wieder waschte konnte ich sie zum Glück einpacken. Viel musste mit.

Mit Tränenüberloffenen Augen trennte ich die MSN Verbindung von Susii, wünschte ihr ein schönes Wochenende, packte mein Lasso ein und galoppierte in die Prärie hinaus. Tankte auf dem Weg mein Auto und fuhr pünktlich um 1 Uhr beim Treffpunkt ein. Das aktuelle Gesprächsthema bei der Gruppe die schon anwesen war, war "Wie fahren wir überhaupt dahin?" Mit welchen Autos? Haben wir Büssli? Müssen wir laufen?

Und die Frage beantwortete sich ein paar Minuten später mit der Einfahrt zweier super duper lässigen VW Party Büsslein.

Wir stellten unsere Auto, die überflüssigen, irgendwo illegalerweise ab, luden unser Gepäck um und suchten, wie auch fanden unser Plätzchen (ohen Pommes Frites) im Partymobil.

Und auf ging die Reise. Richtung Ladis im schönen Nachbarreich Österland.

Kurz vor der Grenze wurden die ID's zusammengesucht und die Diskussion über die österreichische Vignette entfacht. Jeder hatte eine Meinung dazu und ein aktuelles Fallbeispiel, was geschehen kann, wenn man denn keine habe.

Unser Fahrer und Entscheidungsträger (Bö) beschloss aber, dass die erste Raststätte noch früh genug sei um die Vignette, meinetwegen auch eine Vigböse, zu erobern und an unserer Windschutzscheibe festzunageln.

Klammheimlich *kicher* *kicher* haben Sabrina und ich für unseren Fahrer einen Duftbaum, welcher mehr Duft und anstatt Baum, Frau war, gekauft und beim Rückspiegel, mit einem gekonnten Ablenkmanöver ,aufgehängt.

Wir wollten das so beiläufig tun und dass es erst mit der Zeit auffalle, doch dieser unüberriechbare, grässliche Duft machte unseren ganzen Plan zu nichte! Es stank! Es stank zum Himmel! Vergeblich versuchten wir unserm Bö-Fahrer zu verklickern, dass dise Duftfrau schon immer da war. Wobei, ich glaub, er hats geglaubt? Naja, Frau Duft kam also ins Handschuhfach und wir fuhren weiter.

Während der Fahrt belustigten wir uns mit der aktuellen Bravo Ausgabe, wo jeder immer übertrieben betonen muss, dass er/sie/es ein solches Heftlein bestimmt schon 20ig, wenn nicht sogar 30ig Jahre nicht mehr in der Hand gehabt hätte... die anderen könnten ja denken... :-) Doch viel gab die Bravo nicht her. Wir wissen jetzt, wie wir im nächsten Schuljahr nette Boys und Girls kennenlernen und dass wir doch lieber nicht mit Binden in's Schwimmbad gehen sollten ("Gut dass du fragst, natürlich nicht...!). Aber das war's dann auch schon... aber die Stickers, an denen habe ich natürlich freude... :-)

Irgendwann ab der Autobahn, ab der Zivilisation, ab der... ab jetzt weiss ich nichts mehr was ich nach ab schreiben könnte. Ja, also irgendwann waren wir nahe Ladis und fuhren zu unserer Unterkunft irgendwo am Hang, weit weg und überhaupt. Hoffentlich find ich ein Foto, dass ich an dieser Stelle dann einfügen kann, weil ich mag nicht erklären, wie das so aussah da.





Schnell waren die Zimmer verteilt und Koffer, Gepäck darin verstaut und wir schon fast umgezogen und bereit fürs Training Nr. 1. 

Ab zurück ins Büssli, zur Turnhalle gefahren und los geht das Training. Wo sind die Bälle? Wer sollte die mitbringen? Hmm... Bälle? Nein habe keine gesehen? Ich auch nicht! Nein, ich hatte sie nicht... Ja sollte die nicht, doch, vielleicht? Ja klar, natürlich hatten die die Bälle, welche erst später in Ladis ankamen (später = nach dem Training). Zum Glück haben die einen oder anderen aber noch Bälle dabei. Aber nicht viele und das bedeutete für uns viele viele Sprints! Wir hassen Sprints!



Das Training verging. Wir fuhren zurück zur Unterkunft. Und da wartete schon ein herzlicher Gastwirt und seine gutkochende Frau auf uns mit dem Essen. Herrlich!

Nach dem Essen war die Allgemeinheit müde, der Rest spielte noch Ping, Pong oder Uno. Sabrina (meine Zimmergenossin) und ich redeten noch bis spät in die Nacht und das Gespräch war echt gut... 



Am Morgen hiess es um 8 Uhr Morgenessen (lecker lecker) und ab auf's sportliche Schlachtfeld. Bis Mittag wurde hart oder so trainiert und dann wieder zurück gebusst - Mittagessen - wieder nach unten gebusst, weitertrainiert und zurückgebusst und Nachtessen. So schnell könnte ein Tag erzählt sein :-)



Beim Nachtessen gingen Gerüchte umher, von wegen Morgenlauf am Sonntag. Zum Glück sagte das Wetter aber was anderes :-)



Wir assen und es war gut und an dieser Stelle fällt mir doch noch auf, dass ich ein kompletter Müll schreibe und die Geschichte ja völlig verändere. Aus "Zurück in die Zukunft" wissen wir doch, dass man die Vergangenheit nicht verändern sollte unter umstände macht man dann, dass man gar nie existiert hat und das wär ja auch doof, drum die Berichtigung hier: Also am Freitag Abend, schauten wir nach dem Essen noch einen Unihockey Technik DVD, wie man's machen könnte, müsste und sollte und wie eben nicht.

Und am Samstag ging's nach dem Mittagessen nämlich nicht direkt wieder zum Trainieren, sondern dazwischen war noch ein Schiri-Crashkurs, mit vielen Inspirationen für neue Tanzschritte... :-)

Jetzt weiss ich selber nicht mehr wo ich mit Erzhälen angelangt bin. Wie auch immer. Samstag Abend, war wieder Selbstunterhaltung und Teamgeistförderung im kollektiven um den Ping Pong Tisch springen gefragt. Einfach so Skilager Stimmung halt (ohne Kinderdisco mit "die Schlümpfe" Sound). Nur ich... ich lag auf meinem Bett und hatte unendliche Kopfschmerzen... :-(



Doch der Sonntag kam, das Morgenrennen blieb fern und das letzte Training nahte. Langsam war man müde... die Konzentration schwand dahin. Die Knie taten mir weh, die Beine taten weh, ausgelaugt, energielos und schlapp war man.



Belohnt wurden wir nach dem Training durch ein herrlich, leckeres Mittagessen : Typisch Österreichisch > Kaiserschmarrn. Besser hätte es nicht enden können. Und man fotografierte noch ein bisschen für und mit dem Gastwirt, bedankte sich für Essen und Gastfreundschaft, trug sich im Gästebuch (ja von Hand, ich hätte eigentlich noch ein Paar Spam Einträge machen sollen... ) ein und machte sich langsam von Dannen.



Es war ein schönes Trainingsweekend.
Müde, gegen sechs uhr Sonntags fuhr man wieder in gewohnter Umgebung ein und siehe da, da, da und da = alle 4 Auto's noch da :-)