fUnvorstellbar, wieviele "Dunkel Witze" es gibt! Das wird einem erst wieder bewusst im - oh Wunder - im dunkeln!

Am Freitag machte ich mich nach der Arbeit nach Susii - nein mal nicht nach Holland :-) Auf dem Weg nach Susii führte ich noch Manu und Wägi von Wangen, wo man offensichtlich nicht immer "hangen" bleibt, mit.

Die Attraktion des Abends in Wisen (jetzt hätt ich's fast mit "ie" geschrieben!): "Das blinde Zelt". Ganz von mir selber so benammst - Gäll Manu, da kannst du noch lange Googlen... :-)

Wir besammelten uns beim Schulhausplatz in Wisen und stolperten rüber zum Restaurant Sonne, wo das Darkroomtent bereits aufgestellt war und auf uns wartete.

Bevor wir Dunkelassen, galt es im Ichsehnichtszelt einen Parcour zu absolvieren, quasi. Wir betraten das Werhatdaslichtausgemachtzelt nach dem Prinzip Bolognese (ohne Musik!) und wurden von Rosmarie, oh Rosmarie zu etwas geführt, was sich wie ein Stuhl anfühlte und seine Aufgabe als Stuhl auch einwandfrei verrichtete.

Es waren Sechsertische. Als erstes versuchte man sich zu orientieren. Wo sitz ich im Zelt, wer sitz mir gegenüber, was ist hinter mir, wo beginnt der Tisch, ist das Universum endlich, gibt es ein Leben nach dem Tod? Fragen über Fragen und viele antworten, die man im dunkeln aber nicht lesen konnte.

Und als man sich einigermassen "wohl" fühlte, vielleicht schon fast zu wohl, bzw. geschützt fühlte, begannen natürlich die ersten Dunkelwitze. "Ich sehe etwas was du nicht siehst und das ist schwarz." Aha. Und wir spielten dann noch Schäre-Stei-Papier-Brunnen-Kondom - ja die beiden letzeren waren mir auch neu, doch das Leben im Dunkeln birgt wohl viele Neuerungen.

Wir bekamen dann immer wieder Aufgaben, wie irgendwelche Gewürze zu erschnüffeln. Also das Lebkuchengewürz fehlt mir noch zuhause.

Eine weitere Aufgabe war es irgend so ein Werkzeugkasten aufzuräumen. "Ich ha d Schruube" - "Plastikteili zu mir... " - "Ich sammle d Muetere" -  "und ich d Vätere".

Zum Schluss schärften wir noch unseren Gehörsinn und hörten von einer CD verschiedene Instrumente und mussten uns vom erratenen Instrument dann jeweils einen bestimmten Buchstaben merken und schlussendlich mit den Buchstaben ein Lösungswort bilden. Ich hab mir die Buchstaben streberhaft aufgeschrieben, damit ich sie mir nicht merken muss. Irgendein anderer Streber hat das Lösungswort dann tatsächlich herausgefunden und ich hab mich noch geärgert, weil ich hätte die Hand auch oben gehabt, aber mich hat ja niemand drangenommen.

Nun ja, es ging alles nicht ganz sooo ernst zu und her und war ziemlich lustig... :-)

Nach unseren erfolgreich erfüllten Aufgaben nahm ich die nächste Bolognese nach draussen. Kurzer Blick zurück, ob man nichts liegengelassen habe und dann ab gehts. Ich war die Letzte und hing meinem Vorläufer beinahe um den Hals, aus Angst in der Dunkelheit vergessen zu werden. Man stelle sich vor man hätte mich einfach vergessen, ich wär noch immer dort! Hey, villeicht war ich ja gar nicht die Letzte!?

Draussen war es inzwischen Dunkel geworden. Aber dunkel ist im Gegensatz zu dunkel doch recht hell. Abwesenheit von Licht oder Anwesenheit von Dunkelheit?

Und schon ging es weiter ins Restaurant Sonne, wo ein Saal komplett verdunkelt war und wir wieder hineingeführt wurden.

Weeeer sitzt an meinem Tisch? Wägi vis-à-vis, Manu rechts, Katrin schrääg vis-à-vis und Susii gaaaaaaaaaaaaaanz weit weg, aber auch noch am Tisch. Um zu sehen wie weit Susii denn weg war streckte ich meine Hand mal in ihre Richtung aus und sie tat dem gleich. "Ah das isch ja gar nöd so wiit..." . Eine seltene Berührung. Beim Berührungspunkt war von da an unser Treffpunkt wo jegliche Dealarbeiten vollzogen wurden. "Häsch mer noch chli Broot oder Droge."

Bald kam der Salat von links, das Risotto von rechts und von da auch die Créme Schnitte, die sich kurz vor dem Essen in ein Caramelchöpfli verwandelte. Das kann recht enttäuschend sein, wenn man sich auf etwas anderes einstellt...

Nach dem Dessert liessen wir uns nach draussen führen, zahlten bei Licht und beschlossen den Abend als noch nicht beendet.

Viele gingen zwar nach Hause - aber ein Auto voll Sumpfhühner fuhr in der tiefen Nacht noch nach Sissach. Joker Sissach. Präsents markieren. Mit der ständigen Angst meiner Fasnachtsbegegnung wieder über den Weg zu laufen... :-)

Wir hätten doch so gerne gesehen, wie schwanger der Meister Eder denn inzwischen ist und auch die Werwolf Nähmaschine hätten wir gerne mal wieder gesehen. Doch nichts war. Nur einen Üseir Security, welcher offensichtliches Interesse an der überschüssigen Energie eines Joker Besuchers hatte. "Lah's doch lieber a mir use...". :-)

So lange versumpften wir aber nicht da, weil der Bär schon am schlafen war und so ging es bald zurück nach Wisen, wo ich noch meine Hagelslag Lieferung abliefern musste und im Gegenzug einen CD Player für mein Auto erhielt :D Dank je wel!!! Bald bald bin ich wieder auf dem neusten Stand und muss mich wohl oder übel von meinem Gardi Hutter Kasettli trennen...

... Bäregschichte - meine Gute Nacht Geschichte für heute Abend :-) Erklärungen dafür wären sinnlos :-)