Am Samstag ist der Bär los. Wir feiern die "Dreinull" mit Thema

Roaring Twenties, Thrilling Thirties


So hiess es in der Einladung... und wenn man ein bisschen weiter las stiess man plötzlich auf folgenden Punkt:

Die harten Fakten zum Verinnerlichen:

1. DRESSCODE beachten!


Dresscode - Juhuu endlich mal wieder verkleiden! Fasnacht so zu sagen!

In einer Nacht und Nebel Aktion am Samstag den Tag durch während Sonnenschein, kaufte, bastelte und improvisierte ich mir dann iiiirgendwas zusammen, was diesem Dresscode in irgendeiner Art und Weise gerecht werden könnte.

Wer weiss schon, was man in den 20er und 30er Jahren getragen hat? Dafür ist selbst meine Grossmutter zu jung! Doch dafür gibt es ja das Internet... wobei mein Vater immer wieder auf's neue staunt, was man alles im Internet herausfinden kann - Tja,it's magic :-)

Ungefähr, nein eigentlich so ziemlich genau das ist dabei herausgekommen:

20er

(ja ich weiss, der Hintergrund ist nicht optimal gewählt...)


Was ich dabei gelernt habe? Oh ja, das hab ich... auch wenn es eigentlich nicht der Sinn einer solchen Party ist, dennoch ein netter Nebeneffekt.

Also mit der Frisur lag ich ja schon mal ziemlich gut, denn:

Anfang der zwanziger Jahre führten die Leinwandstars der boomenden Filmindustrie Kurzhaarschnitte als Zeichen der Gleichberechtigung in Familie und Gesellschaft ein und lösen damit heftige Diskussionen aus.

Insbesondere die gesellschaftliche Stellung der Frauen änderte sich immer mehr, das zeigte sich auch an neuen Frisuren.


Im Zusammenhang mit den 20er Jahren sollte oder könnte einem der Begriff "Charleston" in den Sinn kommen:

Die 1920er Jahre wurden unter anderem die "Charleston-Ära" genannt, wohl nicht wegen der Musik, eher wegen der exzentrischen Tanzschritte und der dazu aufgekommen Charleston-Mode mit kurzen Kleidern aus hauchdünnem Stoff.

Die Röcke sind zu dieser Zeit gerade erst kürzer geworden. Mit den eigenen Reizen zu punkten gab es damals noch nicht , also kein Ausschnitt und wenig figurbetonte Kleider. Dafür wurde aber mit allem anderem geschmückt und verziert was einem so zwischen die Finger kam...

... Federboa, Handschuhe, lange Perlenketten, Federn, Stirnbänder... hab da voll mitgemacht :-)



Als ich am Samstag Abend dann so verkleidet alleine um den Bahnhof Wiedikon herumspazierte, kam ich mir schon noch etwas komisch vor! Ich hab mich ja versucht unauffällig zu verhalten, aber mach das mal, mit Federboa!

Ich fand aber bald zur Party Location und war erleichtert, ich war nur eine von vielen! Unglaublich, alle haben sich an den Dresscode gehalten, natürlich mehr oder weniger aufwendig. Man fühlte sich wirklich in diese Zeit zurückversetzt und staunte und schaute nur! Und man fragte sich ständig, "hatten die sowas zuhause?".

Und spätestens zu diesem Zeitpunkt nahm ich mir ganz fest vor, wenn ich das nächste mal 30ig werde, dann gibts bei meiner Party auch Dresscode! Könnt euch ja schon mal ein paar Gedanken machen über eure Kleidung... :-)