Samstag Abend ging ich mit meiner Mutter zu meinem Grossvater nachtessen, weil er so ziemlich einsam ist, jetzt wo meine Grossmutter im Spital ist. Dann das SMS von Susii: "9ni Abfahrt Wisen". Ich machte mich rechtzeitig auf den Weg und organisierte vorsorglich noch eine Flasche Litschiii auf dem Weg:-)

Pünktlich in Wisen eingetroffen, fand ich eine nicht mal annähernd ausgangstaugliche Susii vor. Das änderten wir mit ein paar Strichen im Gesicht und schon war man unterwegs nach Buebedorf, wo auch immer das ist.

Ja wir wussten wirklich nicht so recht wo das ist - ich schon gar nicht. Aber grundsätzlich als erstes Mal rechts kommt immer gut und dann der Intuition folgen und wenn das nicht klappt einfach umkehren und der nächsten Intuition folgen und eine von den drei Abzweigungen muss es ja sein!

Wir kamen also an und wollten parkieren. Doch man wollte uns nicht parkieren lassen. "Habt ihr Tickets"... ehm  es ist 22.00 Uhr und schon ausverkauft? Wir drehten noch eine Runde, studierten was wir machen sollen, kehrten zurück, stellten das Auto iiiiirgendwo hin und beschlossen da rein zu kommen, koste es was es wolle.

Es kostete vor allem Geduld, Überzeugungskraft und eine gesunde Portion Frechheit, aber wir kamen rein (einfach ohne Frisur). Und nur wir 3, die anderen 20 liessen sie draussen im Regen stehen... :-)

Dann  kam die Garderobe, die gar keine Garderobe war. ALso zum selber aufhängen, ohne Zätteli und so. Wir verstauten unsere Mäntel und stürmten das Schlachtfeld. Hier und dort ein bekanntes Gesicht... Hallo hier, hallo dort.

Der Abend verging, der Alkohol floss und weitere Highlights fallen mir eigentlich keine mehr ein.


Was mir von diesem Abend geblieben ist:
Der Verlust meines Mantels (ich hab ihn so geliebt), ein Eindruck von Pedrinho (Ich weiss nur nicht was für einer), eine verwundete Brille mit Scheibenwischern, eine sehr eigenwillige Locke in meinem Haar, die Gewissheit, dass ich "ihn" heiraten werde, dreckige Hosen, die ABBA Schuhe von Susii, einen Stern, der meinen Namen trägt, kein Lasso und zum Schluss noch, die bittere Erkenntnis:
Alkohol ist nicht mein Freund. Ich glaub er mag mich nicht mal!